Terror, Putsch, Diktatur, …, Krieg?

Was Angst mit unserer Gesellschaft macht…

Seit Monaten verfolgen wir alle nun die Weltgeschehnisse, manch einer macht das vielleicht schon seit Jahren. Aber insbesondere die letzten Monate sind geprägt von besonders eindrücklichen Geschehnissen. Und das obwohl die US-Regierung zuletzt im Juni dieses Jahres verkündete, dass die Zahl der weltweiten Terroranschläge erstmals seit drei Jahren gesunken ist.

Erst am Freitagabend der Putschversuch in der Türkei, der LKW-Angriff in der Nacht vom vergangenen Donnerstag auf Freitag, die Präsidentschaftswahlen in den USA, der Brexit, der Bürgerkrieg in Syrien, oder die unzähligen Anschläge in Frankreich.
All diese Ereignisse der vergangenen Monate sind grausam, barbarische Akte geprägt von Menschenhass, Verlangen nach Macht, aber auch Verlusten und tiefer Trauer.

Bereits einige Monate beobachte ich die Entwicklungen und Reaktionen der Bevölkerung im Zusammenhang mit diesen Ereignissen und stelle letztlich eine zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft fest. Dieser Terror zerstört uns, er macht uns krank. Einige von uns trauen sich immer weniger an Orte mit vielen Menschen, weil sie Angst haben vor einem Terroranschlag. Möglicherweise einem Jihadisten, der sich unter tausenden, feiernden Bürgerinnen und Bürgern in die Luft sprengt und diesen Menschen ihr Leben nimmt. Andere wiederum, die jahrelang ein sehr freundschaftliches Verhältnis führten, reden inzwischen kein Wort mehr miteinander. Sie haben sich zerstritten, weil sie unterschiedliche politische Anschauungen haben. Wir bekriegen uns in sozialen Netzwerken, beleidigen einander, stellen unser Gegenüber als Verräter und Hetzer dar – Dabei merken wir gar nicht, worum es eigentlich geht.

Diese Ereignisse sind schlimm und wir haben alle einfach nur Angst. Wir haben Angst davor, was als nächstes kommt und wir haben Angst irgendwann selbst betroffen zu sein. Doch müssen wir uns deswegen bekriegen? Wollen Terrororganisationen nicht genau das bewirken? Terrororganisationen möchten unsere Gesellschaft spalten und machen sich diese Spaltung später dann zum Vorteil. Das ist unsere heutige Politik – Wir treiben einen Keil zwischen ehemals gute Freunde und können sie so für unsere Zwecke gewinnen. Nicht anders ist es beispielsweise der NPD, AFD, oder sogar dem IS möglich „Nachwuchs“ zu rekrutieren. Der Hass, die Verbitterung und Enttäuschung in unsere Demokratie, das Rechtssystem, die Regierung begünstigen terroristische Machenschaften. Ist es das Wert?

Meine Antwort ist: Nein! Wir sollten aufhören uns zu bekriegen, stattdessen sollten wir uns gegenseitig unterstützen, für einander da sein und an einem Strang ziehen – Gegen den Terrorismus. Jedenfalls können wir nur so weiteres Blutvergießen verhindern und eine Welt schaffen, in der unsere Kinder sorgenfrei aufwachsen können.

Lasst uns gemeinsam an einem Strang ziehen, nur gemeinsam können wir diese Herausforderungen meistern!

 

Ps. Hier geht es zum Artikel in der Zeit zum Thema Terrorismus: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-06/terrorismus-us-statistik-zahl-der-terrorakte-gesunken

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